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Streuobstliebe

Biologische Vielfalt zum Frühstück

Im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte der Streuobstanbau in Süddeutschland eine große kulturelle, soziale, landschaftsprägende und ökologische Bedeutung. Die Obstbäume bildeten eine wesentliche Lebensgrundlage für die Bevölkerung, vom Tafelobst über Saft bis hin zu Dörrobst. Für die verschiedensten Verwendungszwecke wurden hierfür geeignete Sorten selektiert und vermehrt und es ist so eine große Sortenvielfalt entstanden.
Die Streuobstwiesen sind ein Reservoir an unterschiedlichen Erbanlagen, wie es in dem auf wenige marktgängige Sorten spezialisierten Intensivobstbau nicht mehr zu finden ist. Mit dem heutigen Verschwinden der Streuobstwiesen gehen damit auch die alten Obstsorten verloren.

Streuobstliebe möchte für dieses Thema sensibilisieren und bietet daher nicht "nur" Apfel-Fruchtaufstriche aus Streuobstbeständen an, sondern sortenreinen Apfel-Fruchtaufstrich und benennt diesen dann mit dem Namen der jeweiligen Sorte. So gibt es das Apfelgelee "Schönen aus Wiltshire" ebenso wie das Apfelgelee "Transparent aus Croncels".
Darüber hinaus ist auch der Standort des abgeernteten Obstbaumes über den Längen- und Breitengrad gekennzeichnet. So weiß man, woher der Gelee kommt. Herkunftsbezeichnung pur.

Der QR-Code auf jedem Glas bringt Informationen zu der jeweiligen Sorte und zum speziellen Baum, dessen Früchte für diesen Apfel-Fruchtaufstrich verwendet worden sind.

Streuobstliebe-Etikett

Entstehung der Idee

Die Idee für Streuobstliebe kam im Spätsommer 2014, als ich Gelee aus Äpfeln von Nachbars Obstwiese gemacht habe. Damals waren es "nur Äpfel", inzwischen weiß ich, dass es der "Schöne aus Wiltshire" ist.
Kurz vor Weihnachten hatte ich dann auf einer anderen Streuobstwiese nicht geerntete Äpfel entdeckt, welche dank der bis dahin milden Witterung noch keinen Frost abbekommen hatten. Inzwischen weiß ich, dass es sich hier um den "Rheinischen Bohnapfel" handelt.
Geschmackliche Unterschiede zwischen den beiden Gelees sind durchaus zu entdecken.

Über die Wintermonate hinweg hatte ich dann Kontakt zu Eigentümern von Streuobstwiesen aufgenommen und sie gefragt, ob ich von einzelnen Bäumen etwas abhaben könnte. Bewusst habe ich dabei Bäume von verschiedenen Streuobstwiesen und von verschiedenen Eigentümern in Hopferbach gewählt. Auch hier möchte ich "Vielfalt" erreichen und das "ganze Dorf" mit in mein Projekt mit aufnehmen. Ich selbst habe noch keine Obstbäume im ertragsfähigen Alter.

Im Herbst 2015 hatte ich dann sortenreinen Apfelgelee von über 20 verschiedenen Obstsorten (Apfel und Birne) hergestellt. Alle Bäume sind in der Karte verortet und auf dieser Seite mit Bildern und Text ausführlicher beschrieben.

Pro Sorte habe ich nur wenige Gläser produziert. Sie wurden beispielsweise auf dem Kürnbacher Herbstmarkt im Museumsdorf, auf dem Adventsmarkt im Bierkrugstadel in Bad Schussenried und auf der "Oberschwäbischen Dorfweihnacht" im Museumsdorf Kürnbach angeboten. Auch beim Hofladen Baur in Hopferbach waren sie kurzzeitig zu haben. Am Ende des Jahres war ich dann "praktisch" ausverkauft.

Groß war dann die Freude, als Streuobstliebe am 23.06.2016 zum "Projekt UN-Dekade Biologische Vielfalt" ausgezeichnet wurde. Die Urkundenübergabe erfolgte durch Bürgermeister Achim Deinet auf dem Spezialitätenmarkt in Bad Schussenried. Ein paar bis dahin gehortete Gläser konnte ich auf dem Markt sogar noch anbieten.

Die folgende Saison 2016 erwies sich in der Ernte nicht einfach. Aufgrund der Alternanz trugen die meisten Bäume vom letzten Jahr in diesem Jahr nur sehr wenig oder gar nicht. Viele Äpfel waren klein und schon am Baum wurmig. Beim Jakob Fischer war Totalausfall im ganzen Dorf!

Auch die Sortenbestimmung war mehr als schwierig. Eine Bestimmung nach Bilderbuch ist umso schwieriger, je kleiner und mikriger die Äpfel sind und da die mir bekannteren Sorten und Bäume kaum trugen, musste ich nehmen, was ich fand. Ich nutzte jede Gelegenheit um Pomologen zu fragen, doch irgendwann musste ein Etikett auf das Glas angebracht werden. Die Folge ist nun, dass so manches Etikett nun leider nicht mehr stimmt. Aber auch das gehört zu "Streuobstliebe", täglich lernt man dazu, es ist ein Projekt im Fluss. Ich habe festgestellt, dass Obst-Sortenbestimmung eine wirklich hohe Kunst ist! :-)

Weitere Infos mit vielen schönen Bildern finden Sie auf der Facebook-Seite von Streuobstliebe.

Streuobstliebe - Apfelfruchtaufstrich
Pâte de fruits vom Apfel

Bedeutung der Streuobstwiesen

Obstwiesen gehören schon seit über 200 Jahren zum Landschaftsbild in Baden-Württemberg. Streuobstbestände sind wertvolle Lebensräume und mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten zählen sie zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa.
Eine wichtige Funktion haben Streuobstwiesen auch für die Naherholung und das Landschaftsbild.

Während der letzten Jahrzehnte fiel ein großer Teil der oberschwäbischen Obstbaumbestände der Säge zum Opfer. Ihre Wertschätzung geht zunehmend verloren. Es verschwindet das Wissen über die Pflege von Obstbäumen, die Sortennamen, wie auch die Rezepte zur Nutzung und Verarbeitung des Obstes. Es stirbt wieder ein Stückchen Vielfalt.

Obstbaumwiesen und deren Bedeutung für unsere Kulturlandschaft müssen wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden. Nur dann können sie langfristig erhalten werden.

Streuobstwiese in Hopferbach
Sortenvielfalt in Streuobstbeständen

Mit der Idee von Streuobstliebe möchte ich einen Teil dazu beitragen. Durch Gespräche beim Verkauf wie auch bei den Stücklesbesitzern, welche ich für meinen Fruchtaufstrich aquirieren konnte. Zudem soll ein Teil der Einnahmen für Streuobstwiesenprojekte vor Ort verwendet werden.

GPS-Smartphone-Applikation

Diese Webseite ist gleichzeitig eine Smartphone-Anwendung für draußen. Besuchen sich doch mal meine Bäume in Hopferbach!

Streuobstliebe ist "Ausgezeichnetes Projekt UN-Dekade Biologische Vielfalt 2016"

Die Vereinten Nationen haben das Jahrzehnt von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen. Die Dekade soll die Umsetzung des UN-Übereinkommens von 1992 unterstützen. Ziel ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu soll auch das gesellschaftliche Bewusstsein gefördert werden. Genau hier setzt die deutsche UN-Dekade an: Sie möchte mehr Menschen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, unserer natürlichen Lebensgrundlage, gewinnen. Ein Schwerpunkt ist daher die Auszeichnung von vorbildlichen Projekten. Die Mitwirkenden setzen sich für die biologische Vielfalt ein, indem sie sie schützen, nachhaltig nutzen oder ihren Wert vermitteln.

Das Projekt "Streuobstliebe: Apfel-Fruchtaufstrich und GPS-Smartphone-Applikation", ausgezeichnet am 23.06.2016, trägt in beispielhafter Weise zu dieser Idee bei.
Ziel des Projektes ist es, die Bedeutung der Obstbaumwiesen für die biologische Vielfalt, für unsere Ernährung und für unsere Kulturlandschaft wieder mehr in das Bewusstsein zu rücken: durch den direkten Brückenschlag zwischen dem Produkt und dessen Lieferant, dem speziellen Obstbaum, dem wir (noch) einen Platz in der Landschaft geben.
Mehr Informationen zum Projekt finden Sie unter Streuobstliebe: Apfel-Fruchtaufstrich und GPS-Smartphone-Applikation

Biologische Vielfalt

Biologische Vielfalt ist alles, was zur Vielfalt der belebten Natur beiträgt: Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen – einschließlich der Wechselwirkungen zur unbelebten Umwelt, innerhalb der Arten und zwischen den Arten – sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt ihrer Lebensräume. Biologische Vielfalt ist die Grundlage einer langfristig gesicherten Existenz des menschlichen Lebens auf der Erde.
Mehr Informationen finden Sie unter http://www.undekade-biologischevielfalt.de.

Bäume

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www.gim.guide
info@uismedia.de
www.uismedia.de

Weitere Informationen über GIM zum Download.

Verwendete Literatur

  • Hartmann, W.; Fritz, E. (2011): Farbatlas Alte Obstsorten. 318 Seiten. Eugen Ulmer. ISBN 978-3-8001-7634-2
  • Wikipedia, die freie Enzyklopädie