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Streuobstliebe - Biologische Vielfalt auf dem Brot und im Internet

Das Obst...

Im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte der Streuobstanbau in Süddeutschland eine große kulturelle, soziale, landschaftsprägende und ökologische Bedeutung. Die Obstbäume bildeten eine wesentliche Lebensgrundlage für die Bevölkerung, vom Tafelobst über Saft bis hin zu Dörrobst. Für die verschiedensten Verwendungszwecke wurden hierfür geeignete Sorten selektiert und vermehrt und es ist so eine große Sortenvielfalt entstanden.
Die Streuobstwiesen sind ein Reservoir an unterschiedlichen Erbanlagen, wie es in dem auf wenige marktgängige Sorten spezialisierten Intensivobstbau nicht mehr zu finden ist. Mit dem heutigen Verschwinden der Streuobstwiesen gehen damit auch die alten Obstsorten verloren.

Streuobstliebe möchte für dieses Thema sensibilisieren und bietet daher nicht "nur" Apfel-Fruchtaufstriche aus Streuobstbeständen an, sondern sortenreinen Apfel-Fruchtaufstrich und benennt diesen dann mit dem Namen der jeweiligen Sorte. So gibt es das Apfelgelee "Schönen aus Wiltshire" ebenso wie das Apfelgelee "Transparent aus Croncels".

Apfelfruchtaufstrich
Das Produkt: Apfelbrotaufstrich
Pate_de_fruits
Das Produkt: Pâte de fruits vom Apfel
Streuobstliebe-Etikett
Jedes Glas hat sein eigenes Etikett

...die Streuobstwiesen...

Streuobstbestände sind wertvolle Lebensräume und zählen zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Sie prägen schon seit über 200 Jahren die Landschaft in Baden-Württemberg und haben daher auch eine wichtige Funktion für die Naherholung und das Landschaftsbild.

Während der letzten Jahrzehnte fiel ein großer Teil der oberschwäbischen Obstbaumbestände der Säge zum Opfer. Ihre Wertschätzung geht zunehmend verloren. Es verschwindet das Wissen über die Pflege von Obstbäumen, die Sortennamen, wie auch die Rezepte zur Nutzung und Verarbeitung des Obstes. Damit stirbt wieder ein Stückchen Vielfalt.

Streuobstwiese in Hopferbach
Streuobstwiese in Hopferbach

...und der Obstbaum

Neben dem Produkt (das Apfelgelee) ist es der Baum (der Lieferant) der in der Landschaft wahrgenommen wird. Daher befindet sich in jedem Glas auch nur die Ernte von einem einzigen Baum, dessen Standort auf jedem Glas über den Längen- und Breitengrad gekennzeichnet wird. So weiß man, woher das Gelee kommt. Herkunftsbezeichnung pur: Wenn ich wieder weiß, woher mein Essen kommt, habe ich den Boden unter den Füßen wieder gewonnen.

Der Urbaum von Streuobstliebe
Der Lieferant, der spezielle Obstbaum des Gelees im Glas

Der QR-Code auf jedem Glas bringt Informationen zu der jeweiligen Sorte und Bilder zum speziellen Baum, dessen Früchte für diesen Apfel-Fruchtaufstrich verwendet worden sind.

Streuobstliebe - Eine Projekt im Wandel

2014/15 - Entstehung der Idee

Die Idee für Streuobstliebe kam im Spätsommer 2014, als ich Gelee aus Äpfeln von Nachbars Obstwiese zubereitet habe. Damals war es nur ein beliebiger Apfel, inzwischen weiß ich, dass es der "Schöne aus Wiltshire" ist.
Kurz vor Weihnachten hatte ich dann auf einer anderen Streuobstwiese nicht geerntete Äpfel entdeckt, welche dank der bis dahin milden Witterung noch keinen Frost abbekommen hatten. Inzwischen weiß ich, dass es sich hier um den "Rheinischen Bohnapfel" handelt.
Geschmackliche Unterschiede zwischen den beiden Gelees waren durchaus zu entdecken.

Über die Wintermonate hinweg hatte ich dann Kontakt zu verschiedenen Eigentümern von Streuobstwiesen aufgenommen und sie gefragt, ob ich von einzelnen Bäumen etwas ernten könnte. Bewusst habe ich dabei Bäume von unterschiedlichen Streuobstwiesen und von mehreren Eigentümern in Hopferbach gewählt. Auch hier möchte ich Vielfalt erreichen und das "ganze Dorf" mit in mein Projekt einbeziehen.

Im Herbst 2015 hatte ich dann sortenreinen Apfelgelee von über 20 verschiedenen Obstsorten (Apfel und Birne) hergestellt. Alle Bäume wurden in der Karte verortet und auf dieser Seite mit Bildern und Text ausführlicher beschrieben.

Pro Sorte wurden nur wenige Gläser produziert und beispielsweise auf dem Kürnbacher Herbstmarkt im Museumsdorf, auf dem Adventsmarkt im Bierkrugstadel in Bad Schussenried und auf der "Oberschwäbischen Dorfweihnacht" im Museumsdorf Kürnbach angeboten.

GPS-Smartphone-Applikation

Streuobstliebe diente schon immer auch als Referenzbeispiel für unseren Geo-Info-Manager. Diese Webseite ist damit gleichzeitig eine Smartphone-Anwendung für draußen. Besuchen sich doch mal meine Bäume in Hopferbach!

Weitere Infos und Bilder auch auf der Facebook-Seite von Streuobstliebe.

2017/19 - Der Wandel

Angespornt durch den Erfolg im ersten Jahr ist es nun mein Ziel alle alten Obstbäume in Hopferbach zumindest einmal zu "beernten" und damit auch eine vollständige Kartierung der Streuobstwiesen im Dorf vorzunehmen. Die Karte mit den Bäumen wird deshalb von Jahr zu Jahr fortgeschrieben.

Aber, keine Ausnahme von der Regel: Die Ernte im Sommer 2019 war so spärlich, dass ich beschlossen habe, Äpfel welche wir während eines Aufenthaltes im Elsass in einer völlig verwahrlosten Obstwiese gefunden haben, als "Elsass-Edition" kurzfristig in das Projekt mit aufzunehmen.

Man darf aber vor der Realität nicht die Augen verschließen. Viele der Bäume sind in einem desolaten Zustand und eigentlich dem Tode geweiht. Und ich musste auch schon akzeptieren, dass ein Baum, welcher ich das Jahr zuvor noch beerntet hatte, im folgenden Jahr bereits gefällt wurde.

Ein schon lange nicht mehr gepflegter alter Obstaum
Ein schon lange nicht mehr gepflegter alter Obstaum
Ein gefällter Gelbmöstler
Ein gefällter Gelbmöstler

Streuobstliebe ist "Ausgezeichnetes Projekt UN-Dekade Biologische Vielfalt"

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Die Vereinten Nationen haben das Jahrzehnt von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen. Die Dekade soll die Umsetzung des UN-Übereinkommens von 1992 unterstützen. Ziel ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu soll auch das gesellschaftliche Bewusstsein gefördert werden. Genau hier setzt die deutsche UN-Dekade an: Sie möchte mehr Menschen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, unserer natürlichen Lebensgrundlage, gewinnen. Ein Schwerpunkt ist daher die Auszeichnung von vorbildlichen Projekten. Die Mitwirkenden setzen sich für die biologische Vielfalt ein, indem sie sie schützen, nachhaltig nutzen oder ihren Wert vermitteln.

Das Projekt Streuobstliebe: Apfel-Fruchtaufstrich und GPS-Smartphone-Applikation, ausgezeichnet am 23.06.2016, trägt in beispielhafter Weise zu dieser Idee bei.
Ziel des Projektes ist es, die Bedeutung der Obstbaumwiesen für die biologische Vielfalt, für unsere Ernährung und für unsere Kulturlandschaft wieder mehr in das Bewusstsein zu rücken: durch den direkten Brückenschlag zwischen dem Produkt und dessen Lieferant, dem speziellen Obstbaum, dem wir (noch) einen Platz in der Landschaft geben.

Die Urkundenübergabe erfolgte auf dem Spezialitätenmarkt in Bad Schussenried durch Bürgermeister Achim Deinet.

Urkundenübergabe durch Bürgermeister Deinet
Urkundenübergabe durch Bürgermeister Deinet auf dem Spezialitätenmarkt 2016

Im Juni 2019 hat die UN-Dekade Fachjury der Wiederauszeichnung des Projekts "Streuobstliebe: Apfel-Fruchtaufstrich und GPS-Smartphone-Applikation" zugestimmt.

Wo gibt es Streuobstliebe?

Der Apfel-Fruchtaufstrich wird in einer limitierten Auflage hergestellt und nur auf Märkten angeboten.

Mein Mann und ich sehen in Streuobstliebe unser persönliches "Natur- und Landschaftsschutzprojekt" und die Produktion dieses Apfel-Fruchtaufstriches ermöglicht es uns auf diesen Märkten präsent zu sein. Durch Gespräche beim Verkauf können wir die Bedeutung der Streuobstwiesen im Hinblick auf Natur- und Artenschutz, Landschaftsbild und Kulturlandschaft näher erläutern.

In der Saison 2019 werden wir auf folgenden Märkten sein:

Wir freuen uns über Einladungen auf weitere Märkte, um dort unsere Produkte und Ideen präsentieren zu dürfen.

Apfel- und Kartoffeltag im Bauernhausmuseum Wolfegg
Apfel- und Kartoffeltag im Bauernhausmuseum Wolfegg

Bäume

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Kontakt/Impressum

Anbieter

Ruth Lang
Unterer Öschweg 16/1
88427 Bad Schussenried

Telefon: ++ 49 (0)7583/375 80 59
Telefax: ++49 (0)7583/37 54 66
info@streuobstliebe.de

Impressum

Technische Umsetzung

GIM - Geo-Info-Manager
uismedia Lang & Müller
Unterer Öschweg 16/1
88427 Bad Schussenried

Telefon: ++ 49 (0)7583/37 54 65
Telefax: ++49 (0)7583/37 54 66
www.gim.guide
info@uismedia.de
www.uismedia.de

Weitere Informationen über GIM zum Download.

Verwendete Literatur

  • Hartmann, W.; Fritz, E. (2011): Farbatlas Alte Obstsorten. 318 Seiten. Eugen Ulmer. ISBN 978-3-8001-7634-2
  • Wikipedia, die freie Enzyklopädie